Mephistophela


1. Bild   Zimmer
Die Nacht wird erhellt von Mond und Sternen  – und wie so oft sitzt Studicus in seinem Zimmer und grübelt. Jeden hat er gefragt, alle Bücher schon studiert, aber die eine Frage kann er noch immer nicht beantworten: Was ist wahre Schönheit? Versunken in seinen Gedanken, bermerkt er nicht umher schwirrende Fledermäuse, stattdessen erscheinen ihm(seltsame) Illusionen. Ein unheilvolles Gewitter zieht auf, Spannung liegt in der Luft – etwas wird geschehen! Da erscheint Mephistophela. Mit ihrem betörenden Tanz bezaubert sie Studicus. Als auch noch seltsame hässliche Wesen hinzukommen, erkennt er die Macht von Mephistophela. Sogleich hat Studicus das Bild der schönen Vanessa vor Augen und ist bereit seine Seele zu geben, wenn er durch Mephistophela endlich die wahre Schönheit findet.

2. Bild   Vanessa
Was wird Studicus erwarten? Ist Vanessa wirklich so schön, wie alle sagen? Umgeben von Zofen und der Hautevolée sitzt Vanessa in ihrem Garten. Einen Wimpernschlag später – wie ein Luftzug, ein Windhauch, eine Zauberei eben – hat Mephistophela Studicus hergebracht.
Was für ein Anblick! Berauscht von ihrer Schönheit und gegenseitiger Anziehung setzt er sich zu ihr. Kleine Liebesperlen machen beider Verliebtheit offensichtlich, das können auch Störenfriede nicht ändern. Ein Mal kennzeichnet Vanessa als Hexe, doch um so mehr ist Studicus fasziniert. Seinem Wissensdrang folgend, möchte er auch diese Seite von ihr ennenlernen und verabredet sich mit Vanessa in der Unterwelt.

3. Bild    Unterwelt
Vom Teufel willkommen geheißen, bestaunt Studicus zunächst das abwechslungsreiche und bunte Treiben in der Unterwelt. Er sieht  niedliche Flimmflämmchen, lustige kleine Teufelchen, die ein teuflisches Ballett ankündigen und Skelette. Und – natürlich Vanessa, die hier so anders erscheint und sinnlich vor ihm tanzt. Höllische Wesen lassen das Spektakel noch größer werden und plötzlich ist Studicus alles zu laut und unruhig, hier geht es ihm zu heiß her!
Ohne ein weiteres Wort verlässt er mit Mephistophela die Unterwelt und – Vanessa.


4. Bild   Insel
Studicus sehnt sich nach Schönheit in Ruhe. So bringt Mephistophela ihn auf eine Insel. Hier gibt es schimmernde Korallen, wunderschöne  Musen und unglaubliche Paradiesvögel.
Diese Ruhe und Ausgeglichenheit ist wirklich schön , - doch fehlt jetzt nicht wieder etwas lebendige Abwechslung? Bevor Studicus darüber weiter nachdenken kann, erscheint die zornige Vanessa. Voll enttäuschter Liebe und rasender Wut, von ihm verlassen worden zu sein, lässt sie eine riesige Flutwelle entstehen, die die Insel vernichtet. Mephistophela und Studicus können noch flüchten, Vanessa aber geht mit der Insel in den Fluten unter.


5. Bild   Dorf
Studicus findet sich in seinem Heimatort wieder, in dem gerade ein Dorffest gefeiert wird.
Welch ausgelassene Stimmung; Freude und heiterer Tanz begegnen ihm. Er sieht die lachenden Gesichter und dann  - die eine – Isabella! Warum hat er nicht früher diese lebendige und natürliche Schönheit gesehen,

  • die Antwort auf seine Frage?

Auch Isabella verliebt sich in Studicus und schnell sind sich beide einig zu heiraten.
Doch nun, da Studicus die wahre Schönheit und sein Glück gefunden hat, löst Mephistophela den Pakt ein und reißt ihn mit in die Finsternis.

 

 

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